1. Damen HSG Rhumetal – VfL Wittingen 33:33 (14:18)

HSG: Daniela Kieslich, Svea Rein; Janine Ellrott 9/5, Doro Engelking, Isabell Jünemann, Anika Gräber 5, Julia Spangenberg, Anna-Lena Eichenberger 6, Anja Heise 7, Lisa Hake 3, Alina Diedrich 1, Rosi Adamek, Johanna Diedrich 2, Marie Behrens

Nichts für schwache Nerven war das Spiel gegen den VfL Wittingen in der Burgberghalle vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse. Bereits in der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften die Abwehrarbeit vernachlässigten und teilweise einstellten. Bis zur 15. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen und es stand bereits 9:9. Durch drei Treffer in Folge schafften wir es, uns einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Aber bereits sieben Minuten später hatte Wittingen schon wieder ausgeglichen. Wir nahmen ein Team-Time-Out und wollten uns neu justieren. Das ging aber völlig in die Hose, denn Wittingen erzielte 5 Tore in Folge und ging mit einer komfortablen Führung in die Kabine. In der Pause stellten wir einige taktische Schrauben und ich appellierte an das Kämpferherz meiner Mannschaft. Wir nahmen uns vor, bis zur 45. Minute den Ausgleich erzielt zu haben und uns dann Tor um Tor abzusetzen. Den Ausgleich hatten wir bereits in der 41. Minute durch Anja Heise erzielt. Wir schafften es nur leider nicht uns Tor um Tor abzusetzen. Was sich jetzt in der Burgberghalle entwickelte war ein echter Krimi und wenn man die Abwehrarbeit mal außen vor lässt, Werbung für den Damenhandball. Beide Mannschaften drückten aufs Tempo und keine konnte sich entscheidend absetzen. Die Gäste nahmen 10 Minuten vor Schluß beim Stand von 29:29 eine Auszeit, die aber keine richtige Wendung brachte. Wir nahmen unsere Auszeit gut drei Minuten vor Schluß und diesmal sollte diese Früchte tragen. Wir setzen uns erstmals in der zweiten Halbzeit mit 2 Toren ab 33:31 90 Sekunden vor Schluß. Wer dachte, das Spiel wäre jetzt durch, sah sich getäuscht. Wittingen erzielte den Anschlußtreffer. Im Gegenzug hatten wir noch eine gute Chance, die wir leider nicht verwandeln konnten. So konnte Wittingen 5 Sekunden vor Schluß ausgleichen. Aber das Spiel war noch nicht zu Ende!!! Wir spielten einen schnellen Anwurf und Lisa Hake wurde kurz hinter der Mittellinie gefoult. Die beiden sehr guten Schiedsrichter Christian Schmidt und Mario Kätsch entschieden auf Siebenmeter und Disqualifikation der Gästespielerin.  Janine Ellrott, die bis dahin alle 5 Siebenmeter sicher vewandelt hatte übernahm die Verantwortung. Leider scheiterte sie an der Gästetorfrau.

So kam es am Ende zu einem leistungsgerechten Unentschieden in diesem Krimi am Sonntagnachmittag.